Der Pudel

eine der ältesten Hunderassen der Welt!
 
Sein Name kommt vom Althochdeutschen ? Pfudel = Teich/Gewässer. Er ist eine der ältesten Jagdhunderassen, die im Wasser eingesetzt wurden. Daher sein Wasser abweisendes, gut durchfettetes Fell. Auf alten Stichen sieht man oft Hunde, die immer noch stark dem heutigen Pudel ähneln ? und in allen erdenklichen Farben und Variationen von schwarz bis weiß, und oft gescheckt.
Eng verwandt ist er unter anderem mit Barbet und Portugiesischen Wasserhunden. Durch seine Einkreuzung entstanden z.B. Pudel-Pointer, und auch im Curly Coated Retriever steckt ein Schuss Pudel drin.
 
Die heute so belächelte Frisur ? der Continentel-Clip -, also vorne alles, hinten nackt und auf der Nierenpartie zwei Puschel (bei Liebhabern dieser Frisur ?Frikadellen? genannt), wurde aus der Arbeitsschur für diese Wasserhunde entwickelt. Denn die inneren Organe sollten gegen Kälte geschützt sein, doch die Hinterhand sollte genügend Schub entwickeln können, ohne in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt zu sein.
 
Des Pudels außerordentliche Intelligenz ist in allen Fachkreisen anerkannt. Die Lernfähigkeit durch reines Beobachten anderer verblüfft einen immer wieder, er ist ständig bestrebt, seinem zweibeinigen Lebenspartner zu gefallen. Dabei ist er kein Kuscher oder Kriecher, sondern äußerst selbstbewusst, mutig, schutzbereit und wachsam, ohne ein Kläffer zu sein. Er hat ein unglaubliches Gedächtnis und lernt Neues oft nach wenigen Wiederholungen. Fremden Menschen gegenüber ist er erstmal reserviert, Artgenossen gegenüber ist er sehr sozial. Sein Gespür für Menschen oder Artgenossen ist manchmal unheimlich.
 
Der Pudel ist extrem treu ? wenn er sein Herz verschenkt hat, verkraftet er einen Besitzerwechsel schwer und verschenkt sein Herz erst nach längerer Zeit seinem neuen Partner. Daher ist er unter Service-Hunde-Ausbildern nicht ganz so beliebt wie Retriever oder DSH, steckt er den ständigen Wechsel von Patenfamilie über Trainer zu endgültigem Besitzer nicht leicht weg und braucht länger zur Umstellung.
 
Einen Pudel muss man erobern, und unter Zwang blockiert er. Spürt er jedoch die bedingungslose Liebe seines Besitzers, macht er ihm zuliebe auch Dinge, die er nicht mag.
 
Der Pudel haart nicht, und wer es mag, kann alle acht Wochen eine andere Optik scheren ? oder ihn ganz kurz sowie lang lassen. Jeder nach seiner Fasson!
 
Und ? der Pudel passt sich als einzige Rasse voll und ganz seinem Besitzer an. Hat er nervöse Besitzer, ist er ein Nervenbündel, bei aggressiven Besitzern ist er mit Vorsicht zu genießen, hat er ruhige Besitzer, ist er die Ruhe selbst, und hat er überkandidelte Besitzer, strahlt er eine Arroganz aus, die abstoßend wirkt.



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